„Winterdepression“, fegt es uns um die Ohren. Die kalte Jahreszeit hat begonnen und spätestens im November ist es für die meisten Betroffenen wieder so weit. Die trübe, niedergeschlagene Stimmung beherrscht das Land. Dabei kann sich manch Betroffener fragen: „Habe ich eine Depression oder ist meine Stimmung abhängig von der Jahreszeit?“

Und für Laien ist es häufig nicht so einfach zu identifizieren, ob es sich bei den Diagnosekriterien um eine Major Depression oder eine Winterdepression handelt. Erstmal vorab, eine Major Depression wird auch als chronische Depression bezeichnet. Ihre Symptome dauern in den meisten Fällen mindestens zwei Jahre an. Die Major Depression wird als klassische Form einer schweren Depression verstanden.

Die Winterdepression (auch Saisonalabhängige Depression) unterscheidet sich in zwei Kriterien von einer Major Depression. 

Winterdepression

Major Depression

  • Heißhunger auf kohlenhydratreiche Lebensmittel (häufig Süßigkeiten)
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis Schlaf wird nicht als erholsam erlebt
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Schlafstörungen                                                                                     

 

Wer ist betroffen?

In einer epidemiologischen Studie in Nordamerika wurde festgestellt, dass überwigend Frauen an der Saisonalabhängige Depression leiden. Betroffene stellen bereits in jungen Jahren fest, dass der Winter nicht ihre Lieblingsjahreszeit ist. Die Symptome können sich bereits bei Jugendlichen bemerkbar machen, nehmen aber häufig mit steigendem Alter zu. Fast nie tritt eine Winterdepression zum ersten Mal in einem späteren Lebensabschnitt auf. 

Heute dehnt sich der Begriff der Winterdepression immer weiter aus und wird häufig auch als Herbst-Winter-Depression benannt. Symptome beginnen zum Teil bereits im September. Es fällt also schwer abzugrenzen, ob die Stimmung tatsächlich vom Lichtmangel abhängt. Trotzdem lässt sich als Daumenregel festhalten: Im Februar bis März ist die Winterdepression am stärksten. Der monatelange Lichtmangel wiegt schwer, wenn sich der Winter bis in den April zieht. Solltest Du Symptome wie gehäufte Müdigkeit, sozialen Rückzug und Gewichtszunahme bemerken, ist es wichtig über Therapiemöglichkeiten Gedanken nachzudenken. In meinem Artikel über Praktische Alltagstipps, habe ich ein Step-by-Step System zusammengestellt, das dir hilft wohltuende Handlungsweisen in deinen Alltag zu integrieren.


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