Vom Mythos um die Winterdepression haben wir alle schon gehört? Gute Ratschläge unserer Bekannten lauten: „Geh doch einfach mal öfter an die frische Luft.“

Aber das gerade Antriebslosigkeit zu den Hauptsymptomen einer Saisonal Abhängige Depressionen gehört, erzählen uns unsere Bekannten nicht. Stattdessen zeigen sie uns auf in welchem Teufelskreis wir uns befinden. Zwischen Antriebslosigkeit und gut gemeinten Ratschlägen, kommen wir schlussendlich auf die Idee uns selbst die Schuld zu geben. 

  • „Würde ich nur öfter über meinen Schatten springen, wäre meine Depression weniger schlimm. Und wäre meine Depression weniger schlimm, könnte ich leichter über meinen Schatten springen.“

Dieser Artikel soll ein für alle Mal klarstellen, dass der Mythos der Winterdepression gar kein Mythos ist! Betroffene befinden sich in einer Abwärtsspirale vom Energiemangel bis zum Gefühl der Unzulänglichkeit. Das Krankheitsbild der Depression wird allmählich immer bekannter in unserer überarbeiteten und übermüdeten Bevölkerung. Winterdepression dagegen wird als kleine Schwester der „richtigen“ Depression abgetan. Doch wenn wir die Zahlen betrachten, wird uns klar, dass Saisonabhängige Stimmungen nicht nur ein Modephänomen sein kann. In Amerika (Zahlen für Deutschland sind nicht verfügbar) leiden 5 Prozent der Erwachsenen an einer Winterdepression. Symptome beginnen für die meisten bereits in den Herbstmonaten und enden beim Einsetzen des Frühlings. Winterdepression wurden nicht erst in der Neuzeit bekannt. Bereits die Ärzte der griechischen Antike beschrieben vor mehr als 2. Tausend Jahren ein Saisonalabhängiges Stimmungstief. Der Arzt Hippocrates (460 v. Chr. - 370 v. Chr.) erkannte einen klaren Zusammenhang zwischen fehlendem Sonnenlicht und getrübter Stimmung.

So ist es heute verbreitet die Winterdepression gar als Lichtmangel-Depression zu bezeichnen. Dem Organismus fehlen in den Wintermonaten natürliches Sonnenlicht. Lichttherapie stellt für viele Betroffene eine Erleichterung dar, indem sie die tägliche Lichteinwirkung mittels künstlichen Lichtes verlängert. Dafür werden spezielle Birnen verwendet, die die 10-fache Intensität einer üblichen Zimmerbeleuchtung erreichen.